this post was submitted on 17 Oct 2023
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Deutschland

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Sammelbecken für deutsche Kartoffeln und ihre Geschichten über Deutschland.

Nicht zu verwechseln mit !dach und !chad.

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Alkohol erfreut sich in Deutschland noch immer großer Beliebtheit. Nicht nur bei Festen und Veranstaltungen wie dem Oktoberfest oder dem Canstatter Wasen wird eifrig gebechert: Im internationalen Ranking liegt Deutschland weiterhin auf dem dritten Platz beim Alkoholkonsum pro Kopf bzw. Leber.

all 46 comments
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[–] [email protected] 100 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (7 children)

Schlimm. Wirklich schlimm!

Ich würde der Politik als eine erste Reaktion auf diese Gefahr für unsere Jugend folgendes vorschlagen:

  • Der Besitz von bis zu vier Flaschen Bier oder einer Flasche Wein ist künftig straffrei.
  • Konsumverbot von Alkohol in einer Schutzzone von 200 Metern Abstand zum Eingangsbereich von Supermärkten, Kiosken, Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Kinderspielplätzen sowie in öffentlich zugänglichen Sportstätten.
  • Supermärkte und Kioske dürfen max. 500 Alkohol kaufende Kunden haben; Kunden müssen Erwachsen sein und ihren Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Deutschland haben.
  • Begrenzung der Weitergabe an Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren auf acht Bier pro Monat mit einer Begrenzung des zulässigen Alkoholgehalts auf 3,5 Prozent.
  • Weitergabe von Konsumalkohol in kontrollierter Qualität und nur in Reinform, d.h. Bier oder Wein. Nicht jedoch Mischgetränke oder Schwarzwälder Kirschtorte.
[–] [email protected] 13 points 10 months ago

Ersetze Supermärkte und Kioske durch Brennereisocialclubs

[–] [email protected] 7 points 10 months ago

Nicht jedoch Mischgetränke oder Schwarzwälder Kirschtorte.

Das finde ich aber wirklich kurios. Hatte auch mal aus Versehen ein Dessert gekauft in dem dann Alkohol drin war. Davon hätte man (vermutlich) keinen Rausch bekommen können, aber trotzdem ist das a) ein Suchtmittel und b) Gift, wie der Artikel ja darlegt.

Kokain in der Coca-Cola ist nicht mehr erlaubt. Hash-Brownies im Ladenregal würden die Politik zum Explodieren bringen. Aber das Dessert musste keinerlei Kennzeichnungspflicht erfüllen, um im Kühlregal zu liegen.

[–] [email protected] 6 points 10 months ago

Bitte auch Kinder vor Passivkonsum schützen!

[–] [email protected] 3 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (1 children)

Kontrollierte Qualität gibt es bereits durch das Branntweinmonopolgesetz und das deutsche Reinheitsgebot. Lediglich beim Wein darf noch viel gepanscht werden. Da müsste also noch kräftig nachreguliert werden. Aber ansonsten schöne Liste. Find ich gut.

Edit: Ich lese gerade, dass das Branntweinmonopolgesetz außer Kraft gesetzt wurde. Das ist ein riesiger Skandal!!!

[–] [email protected] 3 points 10 months ago

Nur weil 🍺 gefährlich ist, unbestritten, ist Cannabis kein 🥦

[–] [email protected] 1 points 10 months ago (1 children)

Was hast du gegen Schwarzwälder Kirschtorte

[–] [email protected] 2 points 10 months ago

Schwarzwäldertorte oder Sturzwälderschwarte?

[–] [email protected] 0 points 10 months ago (3 children)

Du hast vergessen, dass die Abgabe nur über lizenzierten Supermärkte oder Kiosks u. Produzenten erfolgen. Eigenproduktion darf nur für privaten oder nicht gewinnorientierten Vereinigungen erfolgen.

--

Naja, eine Anhebung des Mindestalter zum Alkoholkonsum um 2Jahre würde ich unterstützen.

Ein Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit wäre auch gut. Was jedoch auf den Konsum auf der Straßen, Plätzen oder im ÖPVN,... meint. Die Glüheinbude, Kneipe, Restaurant, Weihnachtsmarkt, Bierzelt,... sollte nicht betroffen sein.

[–] [email protected] 4 points 10 months ago

Ich fände ein Werbeverbot für Alkohol-fokussierte Veranstaltungen wie das Oktoberfest auch sehr schön.

[–] [email protected] 2 points 10 months ago

Alkoholkonsum unterliegt keinem Mindestalter. Ser Konsum anderer Drogen auch nicht.

Das Jugendschutzgesetz ist sinnvollerweise im Passiv formuliert. Also nicht die unvernünftigen Jugendlichen dürfen keinen Alkohol trinken, sondern die vernünftigen Erwachsenen dürfen ihnen keinen Alkohol geben oder ihnen in der Öffentlichkeit das Trinken gestatten.

Das ist so rum auch sinnvoll, weil man den Jugendlichen unterstellt, noch nicht reif genug für den Umgang mit Alkohol zu sein

Währrenddessen gibts in rückständigen Rechtssystemen wie den USA dann eine Strafe für die Jugendlichen.

[–] [email protected] 2 points 10 months ago

Ich halte eine Anhebung des Mindestalter für Alkoholkonsum aktuell nicht für umsetzbar. Wir schaffen es nichtmal, dass Kinder/Jugendliche unter 16 keinen/reguliert Alkohol trinken. Ich selbst habe auch schon mit 14 getrunken. Wenn man nicht die Einstellung der Bevölkerung dazu ändert bringt eine Anhebung des Mindestalters für Alkoholkonsum überhaupt nichts. Vorallem auf dem Land und in Fußballvereinen ist das ein Problem, man vertraut einfach jedem, und man hat es ja selber auch gemacht.

[–] [email protected] 22 points 10 months ago (4 children)

Bin ich eigentlich der einzige, den diese dauernden Vergleiche zwischen Alkohol und Marihuana echt nerven?

Im Artikel wird berichtet, dass die gesellschaftlich anerkannte und weit verbreitete Droge Alkohol am besten gar nicht konsumiert wird. Das alleine ist keine Neuigkeit. Auf der Tagesschau Seite selbst werden nach dem Bericht auch andere Artikel vorgeschlagen, welche über 5 Jahre alt sind und dasselbe Fazit ziehen.

Warum müssen neben dieser weiteren Erinnerung, deren Sinnhaftigkeit diskutiert werden kann, direkt Vergleiche zur geplanten Legalisierung von Gras kommen?

Wenn dieser Artikel eines zeigt, dann dass wir ein grundsätzliches Verständnis dafür brauchen, wie Drogen unserem Körper schaden.

[–] [email protected] 30 points 10 months ago (3 children)

Vielleicht brauchen wir Verständniss dafür das Menschen Drogen nicht wegen dem Mehrwert für ihre Gesundheit konsumieren und ab gewissen alter jeder für sich selber entscheiden darf was er mit seinem Leben so anstellt.

[–] [email protected] 24 points 10 months ago (1 children)

Es zeigt halt die Absurdität, mit der unsere Gesellschaft an das Thema herangeht.

[–] [email protected] -5 points 10 months ago (2 children)

Bringen diese Vergleiche denn nicht ihre eigene Absurdität mit?

Da wird festgestellt, wie sehr die Gefahr der einen Droge unterschätzt wird. Und als Antwort kommt: "Guck! Und da wird nicht reguliert wie bei der anderen Droge!"

Das finde ich absurd.

[–] [email protected] 19 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (2 children)

Das alles ist ja erst dadurch entstanden, weil von staatlicher / politischer Seite Alkohol und Marihuana nicht gleichwertig als Drogen eingestuft werden und sich die Menschen daher zurecht fragen, warum Alkohol gesellschaftlich so stark akzeptiert (und gar gefördert wird), während die andere Droge komplett kriminialisiert und gesellschaftlich verpönt ist. Im Grunde ist das Whataboutism, der aber völlig legitim ist an der Stelle. Erst durch diese Diskrepanz kommen die Vergleiche ja zustande. Und gleichzeitig wollen viele (die meisten?) Marihuana-"Befürworter" ja auch, dass der Genuss von Alkohol ebenso stark reguliert wird, wie das Kiffen. Daran finde ich nichts absurd.

[–] [email protected] 6 points 10 months ago

Im Grunde ist das Whataboutism, der aber völlig legitim ist an der Stelle.

Im Gegenteil es ist die legitime Argumentationsstruktur, die Whataboutism versucht zu imitieren. Vergleiche und Gleichstellungen sind vollkommen legitime und korrekte Argumentationsstruktueren.

[–] [email protected] 1 points 10 months ago (1 children)

Die Ursache verstehe ich schon, nur gerade der letzte Punkt kommt bei mir in diesen Diskussionen immer anders an. Da geht es schnell in Richtung "beides gleich frei" anstelle von "beides gleich reguliert". Das finde ich dann absurd, weil diese Diskussionen oft im Rahmen dessen entstehen, dass Alkohol gefährlich ist. Aber ich kann natürlich nicht ausschließen, dass das an meiner Wahrnehmung liegt.

[–] [email protected] -1 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Beides gleich frei, weil man mit Onkel Horst, der beim Grillabend schon das 4. Bier intus hat, bevor der Grill angezündet ist, nicht über Alkoholregulierung reden braucht.

Wenn man andere Drogen legalisieren und Alkohol ähnlich wie diese regulieren würde, wäre das Beste aus beiden Richtungen erreicht.

Dann könnten sich auch Menschen für die Geselligkeit kleine Dosen MDMA geben, die ihren Körper weniger Schaden, als die drei Bier, die sie sonst dafür brauchen.

[–] [email protected] 6 points 10 months ago (1 children)

Nicht jede psychotrope Substanz hat das gleiche Konsumrisiko. Cannabis hat einfach ein komplett anderes Risikoprofil als Alkohol. Studien dazu gibt es bereits. Es ist nicht absurd, für eine ungefährliche Substanz darauf hinzuweisen, dass gefährliche freigegeben sind, wenn genau die gefühlte Gefährlichkeit als Grund für ein Verbot herhalten muss. Absurd wäre es, Alkoholika außer Bier und Wein für den Konsum ab 16 freizugeben, da es bei den beiden ja auch OK ist.

Ich bin mir sicher, ein Mittelweg aus den Vorgaben für Cannabis und dem jetzigen Status quo für Alkohol und Tabak wäre ein gangbarer Weg. Also Verkauf nur in autorisierten Spezialgeschäften, Verkauf in Einheitspackungen, keine Abgabe an Personen unter X Jahren, Werbeverbot, kein Konsum, der andere beeinträchtigt (sprich kein Rauchen in der Öffentlichkeit oder im Kfz mit Kindern)...

[–] [email protected] -2 points 10 months ago (1 children)

Bin weitesgehend bei dir. Ich kenne diese Studien zu den Risikoprofilen jedoch nicht und habe da schnell eine innere Warnleuchte: Was genau wird bewertet? Was macht eine Substanz "ungefährlich"?

Aber am Ende bin ich auch bei deinem Mittelweg. Vernunftige (ich weiß, wieder schwer zu definieren) Regularien und vor allem ein gesellschaftliches Bewusstsein schaffen.

Wenn ich dann aber gleichzeitig sehe, wohin uns ein stärkeres Regulieren des Nikotinkonsums gebracht hat (die Zahlen der jungen Raucher steigen seit Jahren), bin ich wieder ratlos.

[–] [email protected] 5 points 10 months ago* (last edited 10 months ago) (1 children)

Bin weitesgehend bei dir. Ich kenne diese Studien zu den Risikoprofilen jedoch nicht und habe da schnell eine innere Warnleuchte: Was genau wird bewertet? Was macht eine Substanz “ungefährlich”?

Die bekannteste davon dürfte die Studie von David Nutt sein. Hier wird eine Skala zur Bewertung vorgestellt: https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(07)60464-4/fulltext Die Studie auf Grundlage der Skala findet sich dann unter https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(11)60196-7/fulltext

Nutt hat auch vor 2 Jahren noch einen Artikel als Zusammenfassung verfasst: https://rss.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/1740-9713.01512

Wenn ich dann aber gleichzeitig sehe, wohin uns ein stärkeres Regulieren des Nikotinkonsums gebracht hat (die Zahlen der jungen Raucher steigen seit Jahren), bin ich wieder ratlos.

Ganz so ist es aber nicht, die Anzahl der jungen Raucher steigt momentan, nachdem sie über Jahre abgenommen hat. Ich persönlich denke, dass es einerseits mit einer gewissen Perspektivlosigkeit zu begründen ist als auch dass Rauchen immer als ein rebellischer Ausdruck ist – ich finde beide Sichtweisen aus verschiedenen Gründen sehr unschlau, aber zumindest sind es Erklärungen.

[–] [email protected] 0 points 10 months ago (2 children)

Danke für die Studie! Das ist wirklich interessant in Bezug auf die Einstufung der Substanzen. Von "ungefährlich" würde ich dennoch nicht sprechen, schließlich gibt es Studien welche psychische Erkrankungen als mögliche Folge regelmäßigen Cannabis-Konsums sehen.

Und zum Rauchen: das Argument mit der Perspektivlosigkeit verstehe ich nicht. Aber welche Gründe es da auch geben mag, das Ergebnis bleibt ja dennoch dasselbe: stark reguliert und dann irgendwann wieder interessanter. Das würde bei Alkohol vermutlich ähnlich laufen.

[–] [email protected] 3 points 10 months ago (1 children)

Von "ungefährlich" würde ich dennoch nicht sprechen, schließlich gibt es Studien welche psychische Erkrankungen als mögliche Folge regelmäßigen Cannabis-Konsums sehen.

Hat jemand Cannabis als ungefährlich bezeichnet? Aber es geht ja auch darum, dass Erwachsenen gefährliches Verhalten nicht per se verboten wird. Die Frage ist eher, warum die Regeln so komplett unterschiedlich sind, obwohl eine wissenschaftliche Betrachtung, oder mehrere wissenschaftliche Betrachtungen, zu einem Ergebnis kommen, dass im kompletten Gegensatz zur Politik steht: entweder gibt es die Drogengesetze, weil gewisse Substanzen gefährlich sind, aber dann sollte diese Gefährlichkeit auch eine Rolle spielen, oder aber sie sind willkürlich; dann ist die Frage, was sie in einer freien Gesellschaft zu suchen haben. Auf diese Situation hinzuweisen ist aber nicht absurd, absurd ist eher, mit hohlen Phrasen am Status quo festzuhalten ("Cannabis ist kein Broccoli", das ist eine Aussage so sinnvoll wie "eine gleichgeschlechtliche Ehe ist keine WG").

Und zum Rauchen: das Argument mit der Perspektivlosigkeit verstehe ich nicht

Der Gedankengang ist wohl "die Welt ist eh am Arsch wenn ich alt bin, dann kann ich auch vorher durch das Rauchen sterben / Lungenkrebs bekommen"

stark reguliert und dann irgendwann wieder interessanter. Das würde bei Alkohol vermutlich ähnlich laufen.

Die Regulierung des Rauchens ist in den letzten Jahren nicht wirklich verschärft worden, von Steuererhöhungen mal abgesehen. Ferner würde es bedeuten, dass Länder mit strengeren Gesetzen mehr Raucher haben. Die Praxis zeigt aber, dass strengere Auflagen eher mit einem Rückgang einhergehen. Wegbekommen wird kann das wohl nie, ich persönlich finde rauchen super scheiße und ich denke da ist noch Luft nach oben bzgl. Restriktionen, nämlich die weiter oben beschriebenen, gleichzeitig würde ich aber auch z.B. die Steuererhöhungen auf Glycerin für E-Zigaretten zurücknehmen und stattdessen auf andere Mittel setzen. Verbot von Einweggeräten bzw. ein Pfand auf die Dinger, ggf. keine beigesetzen Geschmacksrichtungen, aber gerade Letzteres würde bei Alkohol zu einer interessanten Diskussion führen.

[–] [email protected] 1 points 10 months ago

Hat jemand Cannabis als ungefährlich bezeichnet?

Ja:

Es ist nicht absurd, für eine ungefährliche Substanz darauf hinzuweisen, dass gefährliche freigegeben sind, wenn genau die gefühlte Gefährlichkeit als Grund für ein Verbot herhalten muss.

Desweiteren hat sich die Diskussion in eine Richtung entwickelt, in der ich kaum Gegenargumente bringen möchte. Ich bin vollkommen bei dir dass die Gefahren von Drogen objektiv betrachtet und sich Regeln daran orientieren sollten. Dass Alkohol und Cannabis in unserer Gesellschaft in scheinbar unlogischen Kategorien stecken, ist sicherlich historisch und wirtschaftlich bedingt. Was eine nüchterne Vermutung ist und nicht bedeutet, dass das so bleiben sollte.

Auf diese Situation hinzuweisen ist aber nicht absurd

Das liegt meiner Meinung nach an der Situation. Bei einem Post über die Legalisierung von Cannabis sind Vergleiche mit Alkohol sicherlich passend. In diesem Thema hier finde ich es hingegen absurd und deplatziert, das Cannabis-Fass aufzumachen. Aber das habe ich ja schon hinreichend erklärt.

Der Gedankengang ist wohl "die Welt ist eh am Arsch wenn ich alt bin, dann kann ich auch vorher durch das Rauchen sterben / Lungenkrebs bekommen"

Als ich studiert habe, hat so ziemlich niemand in der Uni geraucht. Durch die Kriege der USA und der wirtschaftlichen Situation haben wir die Zukunft aber keineswegs rosig gesehen. Ich verstehe deinen Ansatz, habe daher aber Zweifel an der Plausibilität.

Beim Rest bin ich komplett bei dir und möchte mich bei der Gelegenheit für die interessante Diskussion bedanken. Das hat mir schon ein paar Denkanstöße gegeben.

[–] [email protected] 1 points 10 months ago

David Nutt hat mal als Vergleich formuliert, dass MDMA Konsum nur in einem von 10.000 Fällen zu Problemen führt, während Pferdereiten es in einem von 300 tut. Dementsprechend müsste aus Risikosicht das Reiten eher verboten werden, als der Konsum von MDMA.

Klar ist nichts ungefährlich im engsten Sinne. Schon mit jedem Atemzug atmest du irgendwelche Schadstoffe eine. Trotzdem ist es nicht zielführend da von gefährlich zu sprechen.

[–] [email protected] 2 points 10 months ago (2 children)

werden bei solchen Empfehlungen eigentlich die subjektiven Vorteile von alkoholkonsum mit einbezogen? Falls ja, wie soll man die gewichten? Falls nein: das ist doch unsinn.

Aus sicht der Lebenserwartung ist alkohol nämlich statistisch gar nicht so schädlich. Einsamkeit tötet auch.

[–] [email protected] 2 points 10 months ago

Spannender Punkt! Alkohol kann "geselliger" machen, wer nicht trinkt kann öfter mal ausgeschlossen werden.

Oder auch die Ruhe und Entspannung, die manchmal leichter und schneller durch Alkohol erreicht werden kann...

Aber keine Ahnung wie man so etwas messen geschweige denn in Relation zu möglichen Folgen stellen könnte.

[–] [email protected] 2 points 10 months ago

gar nicht so schädlich finde ich eine seltsame Kategorie. Gut Alkohol bringt einen nicht so effektiv wie Tabakrauchen um, aber zwischen "Alkoholiker weil jeden Abend zwei Bier nach Feierabend" und "Alkoholiker weil jeden Tag nen Kasten Bier und zwei Flaschen Korn" liegen doch noch mal andere Welten als bei Rauchern, zwischen 5 Kippen am Tag und drei Schachteln.

[–] [email protected] 1 points 10 months ago* (last edited 10 months ago)

Im Artikel wird berichtet, dass die gesellschaftlich anerkannte und weit verbreitete Droge Alkohol am besten gar nicht konsumiert wird.

Das ist schwierig, weil Alkohol zum Beispiel beim Backen durch die Hefe im Brot gebildet wird. Brot enthält Alkohol. Geht technisch gar nicht anders. Ähnlich bei Fruchsaft. Eine Kontamination von Obst durch Bakterien, Pilze und Hefen lässt sich nicht vermeiden weil die überall in der Luft rumschwirren. Sofort nach der Zerkleinerung von Obst entsteht Alkohol. Sehr wenig, aber immerhin. Deshalb darf Fruchtsaft genau wie alkoholfreies Bier Alkohol enthalten ohne dass er deklariert werden muss.

Interessant wäre, ob Stoffe wie THC, Nikotin und ähnliches auch in anderen Pflanzen in geringsten Spuren gebildet werden. Ich glaube nicht, dass Hanf oder Tabak da ein vorher völlig unbekanntes, revolutionäres Gen entwickelt haben dass in keiner anderen Pflanze vorkommt. Eventuell ist auch der Konsum von "illegalen" Drogen so unvermeidlich wie der Konsum von Alkohol. In geringsten Mengen.

[–] [email protected] 3 points 10 months ago

Nicht cool :(

[–] [email protected] -3 points 10 months ago (1 children)

Ja, am Besten den Konsum jeglicher Substanzen verbieten, die das Leben in dieser Dystopie erträglicher machen. Dann fressen wir nur noch irgendeinen widerlichen, aber sehr gesunden Nährschleim, um bis zum sozialverträglichen Frühableben gesund für das BIP schuften zu können.

[–] [email protected] 2 points 10 months ago (1 children)

It's a single-celled protein combined with synthetic aminos, vitamins and minerals. Everything the body needs.

— Dozer

[–] [email protected] 1 points 10 months ago

Genau daran hatte ich gedacht. Oder an Soylent in verschiedenen Farben, insbesondere in Grün, das ließe sich gut mit dem sozialverträglichen Frühableben kombinieren.